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Archiv ‘ allergische Reaktion auf Multibrackets ’

27 Okt
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7. Weiterführung der Zahnbehandlung auf Mallorca

Kieferorthopäden gab es so einige, nun hieß es für mich die Spreu vom Weizen zu trennen! Wer praktiziert Lingualtechnik auf Mallorca? Wer hat wirklich Erfahrung auf diesem Gebiet und ist fähig meine Apparatur im Mund zu bedienen? Sind die Behandlungsmethoden in der Kiefernorthopädie immer die Selben, oder gibt es Unterschiede?

Zahnbrackets innenliegendNatürlich suchte ich Jemanden der meine Behandlung weiterführen konnte, bisher steckte ich schon gut 4000€ in die Zahnspangenbehandlung. Das sollte doch nun wirklich kein Problem sein, dachte ich!

Bild rechts: Die Zahnstellung zum momentanen Zeitraum

Zu diesem Zeitpunkt hatte mein gesund- heitlicher Zustand seinen Tiefpunkt erreicht.

 

Neben meinen ständigen Aften und Herpes im und am Mund und nun schon permanenten Geruchs- und Geschmacksverlust (seit vielen Wochen) bekam ich zunehmend Probleme mit meinen Nasennebenhöhlen.

 

In der Nase bildeten sich an der Nasenscheidewand gelbe Pickelpusteln, das machte mich nun endgültig fertig!

 

Jeden Abend beobachtete ich diesen Verlauf der eventuellen allergischen Reaktion auf die Zahnspange, akribisch mit meiner Taschenlampe. Mein nächtlicher Schlaf wurde von einer stetig laufender Nase (dünner, transparenter Schleim) und Niesattacken unterbrochen. Morgens kam ich manchmal gar nicht mehr aus dem Niesen raus.

Das Taschentuch wurde nun zu meinem täglichen Begleiter. Zu meinem Verwundern wanderten die kleinen, unterschiedlich großen gelben Pusteln die Nasenscheidewand in Richtung Stirnregion hinauf.

Das machte mir nun wirklich Angst und ich begann eine Lösung für mein Problem im Internet zu finden…
 


 
Meine Symptome entsprachen Tatsache einer allergischen Reaktion auf Nickel!

 

Ich leide bereits seit Kindheit an unter einer starken Nickelallergie und bei meiner Zahnspangenrecherche musste ich knallhart feststellen, dass meine eingesetzte Zahnspange trotzdem Spuren von Nickel enthält. Super, da fragt man extra vorher beim Kiefernorthopäden nach und dann so etwas!

Heutzutage muss man sich wirklich alles schriftlich geben lassen oder besser einen vorherigen Allergietest durchführen. Das rate ich übrigens all denjenigen die sich für solch eine Behandlung entscheiden sollten. Das Material wird dafür im Labor extrahiert und der Hautarzt kann mit dem Endprodukt einen Allergietest durchführen.

 

Trotz der Zahnspangen Allergie sagte ich mir, Augen zu und durch…die Behandlung musste weiter gehen!

 

ZanspangenbehandlungEin Kiefernorthopäde aus einem Ärztehaus empfahl mir Frau Dr. Carmen Gunkel, welche direkt in Palma (um die Ecke) praktiziert.

Eine Woche später bekam ich einen Termin zum Erstgespräch. Für mich war es sehr interessant auch mal eine weitere Meinung zu meiner Zahnspangenbehandlung einzuholen.

 

Diese war jedoch nicht die Beste. Frau Dr. Gunkel war erst einmal erschrocken über die Situation meines Zahnfleisches. Außerdem war ihr die Art und Weise im vor Gehen der  Behandlungsmethode absolut suspekt.

 

Warum musste der gesunde Zahn gezogen werden und weshalb wurde ich von meinem Zahnarzt nicht ausführlich über eine optimale Zahnreinigung informiert?

 

Dazu konnte ich nun wirklich nichts sagen. Ich habe mich immer auf die Fachkompetenz und Berufserfahrung meines Kiefernorthopäden verlassen. Ohne Vertrauen geht es ja auch nicht, schließlich ist er kein Laie auf dem Gebiet, dachte ich. Frau Dr. Gunkel machte mich darauf aufmerksam, dass diese Methode der Zahntechnik total überholt ist.

Wir schauten uns den Karton mit den weiteren Behandlungsunterlagen vom vorherigen Kiefernorthopäden zusammen an. Ihr war es wirklich unklar, warum die Brackets so groß sind und mit Harken versehen sind. Außerdem fragte Sie sich, wie man damit überhaupt im Alltäglichen umgehen und leben kann.

 

Sie zeigte mir sogleich eines von ihren Modellen, wesentlich kleiner und dezenter. Sie arbeitet mit der Inkognito Technik, also auch innenliegend. Diese Methode arbeitet allerdings komplett anders. Sie bewegt nicht nur ein Zahn, wie bisher gewohnt, sondern alle Zähne gleichzeitig.

Das macht den Behandlungsablauf wesentlich effektiver, da schneller Erfolge erzielt werden können. Die Brackets sind komplett aus Gold und rufen zu 100% auch mit klinischen Zertifikaten belegt, keine allergischen Reaktionen hervor. Nun denn, drängte ich natürlich weiter darauf, meine Zahnspange zu behalten und die Behandlung fortführen zu lassen.

Frau Dr. sagte, dass Sie sich mit dieser Technik vertraut machen möchte.

 

Wir vereinbarten eine Woche später einen neuen Termin zur Diagnostik.  

Zuerst wurde eine Röntgenaufnahme gemacht, um zu sehen wie die Zahnwurzeln beschaffen sind. Da stockte Frau Dr. zum ersten Mal der Atem „Sie haben eine Zahnbeschaffenheit wie eine 40 Jährige..!“ Ja, mein Zahnfleisch war so weit runter, dass es gut möglich ist bereits in 10 Jahren meine ersten Zähne zu verlieren. Ich dachte echt, ich höre nicht richtig!

Wozu denn das alles, die ganzen Einschränkungen und Schreckensmomente beim Kiefernorthopäden, wenn mir sowieso bald die Zähne ausfallen! Ich habe wohl eine gut fortgeschrittene Parodontitis, mit der Gewissheit vorzeitig meine Zähne zu verlieren, wenn nichts dagegen getan wird. So die Diagnose, allerdings gibt es Mittel und Wege dieses zu verhindern. Dazu später.

 

Als nächstes setzte mir Frau Dr. eine abgespeckte Apparatur auf den Kopf, welche mit einer Computersoftware verknüpft war. Über einen Stift in der Hand, markierte Sie verschiedene Druckpunkte im Kiefernbereich um eine Skizze von diesem zu erhalten. Eine bildliche 3D Darstellung von meinem Kiefer- und Zahnstand war das Ergebnis. Alles machte einen sehr fachmännischen Eindruck.

 

Zum Ende der Untersuchungen teilte mir Frau Dr. allerdings mit, dass Sie nicht die nötigen Gerätschaften besitzt um die Behandlung weiterführen zu können. Sie verwies noch einmal auf die „Inkognito“ Goldbracket Lingualtechnik, zeigte mir ein Modell, gab mir einen Flyer in die Hand und sagte das ich mich auf der Webseite ausführlich darüber informieren könne. Frau Dr. war schwer beschäftigt, der Warteraum bereits voll mit Patienten (englischsprachig und spanischsprachig), echt multilingual die Praxis.

 

Aracelli (die Dame vorne am Rechner) klärte mich kurz und knackig über das Preismodell auf. 7500€ für das neue Inkognito (anfertigen, einsetzten und warten), all inklusive. Im ersten Moment stockte mir schlagartig der Atem, so dass ich kein Wort mehr rausbekam. Mir gingen in diesem Moment so viele Ärgerlichkeiten durch den Kopf, dass die Stimme ihr langsam in den Hintergrund rückte. Ich nahm Sie allmählich nicht mehr wahr.

 

Meine Antworten beliefen sich nur noch auf ja, nein und weiß nicht, kurz und knapp. Ich musste da sofort raus!  

 



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